Warum krieg ich alles hin, nur keine Beziehung?

Carolin Gruber Wien, Coach & Autorin, Bildquelle PIXABAY
Carolin Gruber Wien, Coach & Autorin, Bildquelle PIXABAY

Warum krieg ich alles hin, nur keine Beziehung?

Kennst Du das? Du stemmst als Frau alleine dein Leben, bist erfolgreich, kümmerst dich um die Finanzen, den Haushalt, deine Freunde, deine Familie. Du bist eine Top Angestellte, Führungskraft oder Unternehmerin, Freundin, Tochter, Schwester, vielleicht auch mal Geliebte, Seelentrösterin, Mutter, Handwerkerin, Organisatorin. Gefühlte hundert Rollen kriegst du ziemlich gut hin. Da gibt es aber diese eine Sache, die bei dir einfach nicht klappen will: eine erfüllte Partnerschaft. Wie oft sitzt du als fünftes Rad am Wagen neben Pärchen oder bist die Einzige allein unter Familien.

Hast du das Thema schon oft weg geschoben? Meintest du oft, dass du niemanden brauchst, du alleine glücklich bist und es sowieso nichts für dich wäre? Bis dann deine Einsamkeit und ein tiefer Wunsch nach Nähe und Zweisamkeit doch wieder anklopft?

Eine Frage in dir wird immer lauter: Was ist an mir falsch? Was mache ich falsch? Warum gelingt das bei den anderen, aber bei mir nicht? Bin ich denn keine attraktive Frau? Warum gerate immer nur ich an die Falschen? Bin ich zu dumm, zu gescheit, zu kompliziert, zu stark, zu…?

Kennst du dieses Schwanken zwischen Trotz, Selbstablehnung, Verzweiflung, Erschöpfung und neuem Mut? Möchtest du das endlich hinter Dir lassen? Hast du es satt, alleine zu schlafen?

Was machen viele Frauen in einer Situation wie deiner?

Sie lesen unzählige Selbsthilfebücher, gehen zu einem Berater oder kaufen sich Kurse zum Thema, wie ich einen Mann gewinne. Kauen das Thema mit den Freundinnen durch, die mit wohlgemeinten Ratschlägen aufwarten. Um dann nach Monaten festzustellen, dass neben ein paar netten Dates oder dem Beginn einer Beziehung, die wieder abbricht, nichts herausgekommen ist.

Warum passiert das? Funktionieren die ganzen Flirt- und Datingtricks nicht? Wieso hast du noch immer keine Beziehung, obwohl du dir so sehr eine wünscht?

Der Hauptgrund für deine fehlende Beziehung

Ich verrate dir jetzt etwas, aber ich weiß nicht, ob du das hören willst.

Der wichtigste Grund ist – dass du dir keine Beziehung erlaubst! Du willst in deinem Unterbewusstsein keine Beziehung!

Ja, du hast richtig gelesen.

Jetzt höre ich dich aufschreien: „Aber ich will doch! Ich wünsche mir nichts sehnlicher!“

Ich kenne dieses Gefühl. Aber glaube mir, ich weiß aus jahrelanger Recherche, der Arbeit mit KlientInnen und meiner eigenen Erfahrung - Der Grund liegt in Dir, in deinem eigenen Verbot, eine glückliche Beziehung zu haben.

Es nützt keine Technik der Welt etwas, wenn du dir eine glückliche Beziehung nicht erlaubst.

Dieses Verbot entsteht aus unbewussten Blockaden.

Die schlechte Nachricht: So lange du sie nicht kennst, stehen sie zwischen dir und deiner erfüllenden Partnerschaft.

Die gute Nachricht: wenn du sie einmal erkannt hast, kannst du sie verändern und auflösen.

Diese unbewussten Limitierungen kommen einerseits aus unserer Kindheit, wo wir selbst Überzeugungen über das Leben, Beziehungen und über uns selbst entwickelt haben. Vieles haben wir auch einfach aus unserer Umgebung übernommen. Oft spielen Schuldgefühle eine Rolle, die wir entweder schon als Kind oder später als Erwachsene entwickelt haben. Dafür bestrafen wir uns, indem wir uns Glück nicht erlauben. Manchmal bestrafen wir die anderen oder unsere Eltern mit unserem Unglück. Es können ganze Familienprogramme über mehrere Generationen in uns wirken. Wenn alle Frauen in der Familie unglücklich waren, setzen wir diese Tradition fort.

7 Schritte, um deine Blockaden zu entdecken

Es gibt verschiedene Methoden, die genaue Ursache herauszufinden. Heute zeige ich dir sieben Schritte, wie du deine unbewussten Spielverderber entdecken kannst:

SCHRITT 1

Erinnere dich an die Beziehung deiner Eltern oder deiner engsten Bezugspersonen. Wie hat diese ausgesehen? Welche Ansichten hast du über Beziehungen gewonnen, die noch immer wie eine Brille deine Wahrnehmung bestimmen? Gedanken erzeugen unsere Realität. Unser Gehirn ist wie eine Suchmaschine. Es sucht nach Antworten für das, was wir ständig denken. Was denkst du tief drinnen über Beziehungen? Sei ehrlich, spüre hinein, schreib es auf.

SCHRITT 2

Erkenne deine immer wiederkehrenden Verhaltensmuster, die bisher zu negativen Ergebnissen geführt haben. Sei radikal ehrlich zu dir selbst, an welchem Punkt du immer wieder scheiterst. Welche Verhaltensweisen und Gedanken zeigst du? Machst du in einem bestimmten Moment zu und schmollst? Wirst du unsicher, wenn er sich nicht gleich meldet? Soll der andere Gedanken lesen? Was liegt deinem Verhalten zugrunde? Eine alte Verletzung? Frühe Erinnerungen und Erlebnisse? Wenn es Dir bewusst wird, ist der erste Schritt zur Lösung getan. Wenn du das nächste Mal in eine Situation kommst, wo du üblicherweise immer gleich reagierst, probiere diesmal, ganz anders zu denken und zu handeln und schau, was passiert.

SCHRITT 3

Beobachte dich, ob du immer wieder auf Männer triffst, für deren Aufmerksamkeit du gefühlsmäßig etwas tun musst – und wenn es nur Warten ist! Das hat mit frühen Bindungen zu tun. Musstest du als Kind für die Liebe und Anerkennung etwas tun, wie besonders angepasst sein, gefallen oder Leistung bringen? Dann kann es sein, dass du dieses Muster immer wiederholst, weil du es nicht anders gelernt hast. Sobald du es erkennst, kannst du aussteigen und dich entscheiden, Liebe auf eine andere Art zu empfangen. Nämlich sie zu verdienen, einfach weil du DU selbst bist. Es reicht hier dein Bewusstsein und deine Absicht!

Blockaden können auch später entstehen und durch unser aktuelles Umfeld beeinflusst werden

SCHRITT 4

Wie sehr lasst du dich von den Meinungen der anderen beeinflussen, die zum Beispiel sagen, dass gebildete Frauen keinen Mann auf Augenhöhe finden, weil Männer sich nach unten orientieren? Oder, dass das Internet nur von miesen Charakteren bevölkert wird? Solche Glaubenssätze kannst du ab sofort getrost vergessen und nicht mehr für wahr halten. Finde Gegenbeweise – du wirst erstaunt sein, wie viele Beispiele es für das Gegenteil gibt! Die negativen Einstellungen von Freunden und Familie sowie der Druck der Gesellschaft können dich klein machen und damit eine Barriere für deinen Traumpartner darstellen.

SCHRITT 5

Finde heraus, was du wirklich willst und was für dich eine erfüllte Beziehung bedeutet. Oft liegt die Blockade darin, dass wir Dinge suchen, die wir gar nicht wollen. Bedürfnisse ändern sich mit unserer Entwicklung. Wir filtern immer den gleichen Typ Mann heraus, weil wir es so gewohnt sind und es von früher kennen, obwohl es vielleicht schon lange nicht mehr zu uns passt. Schreibe alles auf, was eine Beziehung für dich erfüllen soll und wie das im Detail aussieht. So bist du für dich selbst klarer und siehst schnell, ob dein Gegenüber dazu passt oder nicht. Wenn dir zum Beispiel Sicherheit, Geborgenheit und viel Zweisamkeit wichtig ist, dann wirst du mit dem abenteuerlustigen, freiheitsliebenden Player, der an drei verschiedenen Orten lebt, keine Zeit mehr verschwenden.

SCHRITT 6

Der andere ist immer dein Spiegel. Nütze das, um zu sehen, wo deine Blockaden liegen. Sieh dir offen und ehrlich an, welches Verhalten Männer dir gegenüber immer wieder zeigen.

Sind sie ambivalent? Einmal umwerben sie dich, dann nehmen sie plötzlich kühl Abstand? Dann trägst du diese Ambivalenz in dir! Du willst einen Mann, ziehst ihn an, aber dann wird es dir vielleicht doch zu heiß und du stößt ihn wieder weg. Wenn ein Mann sich auf einmal zurückzieht, dann sendest du garantiert aus, dass du ihn lieber etwas weiter weg haben möchtest. Du bestimmst durch unterschwellige Zeichen und Verhalten dass er das tun muss.

Sind Männer bisher immer unehrlich gewesen? Wo bist du unehrlich zu dir selbst oder anderen gegenüber? Mit welcher Lüge lebst du schon lange in dir? Lebst du ein falsches Leben?

Gerätst du immer an vergebene Männer? An was oder an wen hast du dich innerlich so gebunden, sodass du eigentlich nicht mehr frei bist? Warum willst Du nicht, dass es für Dich frei ist?

SCHRITT 7

Spüre in dich hinein, ob du immer einer Illusion oder Unerreichbarem nachjagst. Die Sehnsucht ist verführerisch. Eine Illusion, ein Mensch, den man nie erreicht und daher idealisiert – der kann perfekt bleiben. Unsere Fantasie kann sich alles zurecht legen und muss sich nicht mit der Realität konfrontieren. Unerfüllte Sehnsüchte sind oft Ausflüchte, weil man Nähe nicht zulassen will. Wenn du dich tief drin vor Nähe fürchtest, dann jagst du lieber unerreichbaren Träumen hinterher. Die bleiben so schön in der Ferne und kommen dir nicht zu nahe. Der Hauptgrund dafür, Nähe zu vermeiden, ist, sich ungenügend zu fühlen. Wenn du dieses Gefühl in dir genauer betrachtest und dich damit beschäftigst, kannst  du deinen Selbstwert heben und dein Selbstbild verändern, damit reale, wahre Nähe möglich wird.

Das sind einmal erste Tipps, wie man seinen inneren Saboteuren auf die Schliche kommen kann.

Mehr zu diesem Thema, wie du deine Blockaden ganz genau herausfindest und welche Ursachen es sonst noch für dein Single-Sein gibt, erfährst du in der geschlossenen Facebook Gruppe „Als Powerfrau zum Traummann“, in meinem in Kürze erscheinenden Buch „Warum bin ich noch Single“ und wenn du bei mir dein ganz individuelles, persönliches Coaching buchst.

Mehr dazu findest du in meinem Buch "Warum bin ich noch Single?", in der Facebook Gruppe "Als Powerfrau zum Traummann" oder wenn du bei mir ein persönliches Coaching buchst.

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